Geschreibsl-Archiv

Montag, 9. April 2012

Wie soll es auch anders sein !

Wieder einmal sitze ich vor einem völlig unbeschriebenem, demnach vor einem völlig weißem  Blatt Papier auf dem ich anscheinend die Schriftfarbe Weiß eingestellt habe. Aber je länger ich das weiße Blatt mit meinen müden Augen fixiere, je deutlicher zeichnen sich von mir undefinierbare Fragmente von geschriebenem ab.

Verhasste Gedanken befehlen mir,  die Buchstaben so aneinander zu reihen, dass sich Wörter daraus bilden, die zusammengestellt einen Satz ergeben könnten,  aber  immer wieder zieht es einen Finger der rechten Hand , wie von Geisterhand geführt,  auf die von mir so verhasste „Enf-Taste“.  Zeile für Zeile, Satz für Satz, Seite für Seite verschwindet so in  Reich des Nichts, verschwindet im Reich der Dunkelheit die beherrscht und mit eisener Hand regiert wird vom König der Buchstabenfresser. Ich vermag nicht sagen wie viele Seiten ich schon den dämonisch daherkommenden Buchstabenfressern geopfert habe; das spielt auch keine Rolle mehr, verfüttert ist verfüttert.   Doch meiner Ansicht nach sollte seine Königliche Hoheit langsam daran denken, seinen Untertanen zu erklären, dass sie etwas kürzer zu treten haben, um nicht eines Tages an den verschlungenen Buchstaben zu ersticken, oder gar vor Gier und Raffsucht zu platzen; wobei mir ganz persönlich das zweite lieber wäre.

Nichts würde meine rechte Hand mehr in Richtung Enf-Taste ziehen, mich zwingen geschriebenes den Buchstabenfressern in den Rachen zu werfen, sie zu futtern mit geistigem Strandgut der sich Tag für Tag am Strand des Lebens aufhäuft.

Egal wie hoch sich der Berg des geistigen Strandguts auch auftürmt,  ich werde stehst  versuchen ihn auf ein Maß der Erträglichkeit abzutragen, werde Buchstaben so aneinanderreihen, das sich dadurch Wörter bilden können und die Möglichkeit besteht , auf einem völlig weißem  Blatt Papier auf dem ich anscheinend die Schriftfarbe Weiß eingestellt habe sich undefinierbare Fragmente von geschriebenem abbilden.

Zur Hölle mit den Buchstabenfressern!


Das ist und bleibt mein ganz persönliches Strandgut!
© ( 2009 ) RalfWerSonst

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Mein persönlicher Wunsch

Mein persönlicher Wunsch ist nicht groß
mein ganz eigener, persönlicher Wunsche kostet auch nicht viel
und doch ist er mit keinem Geld der Welt zu bezahlen
er lässt sich mit Tonnen an Papier auch nicht verpacken
keine Abgabestelle würde und könnte ihn annehmen
weil keiner vermag ihn jemals zu tragen.

Was ich mir wünsche ist Zeit:



Zeit; all das schöne im Leben genießen zu dürfen
Zeit; zu lachen wo es nichts zu lachen gibt
Zeit; zu träumen wo es nichts zu träumen gibt
Zeit; um den Menschen die mir nahe stehen,
die ihren festen Platz in meinem Herzen haben,
zu zeigen und sie fühlen zu lassen was sie mir bedeuten.

Ich wünsche mir  Zeit:

Zeit;  um Freundschaften zu pflegen die mir sehr wichtig sind
Zeit; um zu zeigen „ich bin für dich da wenn du mich brauchst“
Zeit; auch dann da zu sein wenn man nicht gebraucht wird
Zeit; um die Melodie eines Herzens leise ins Ohr zu summen wenn sie mal vergessen wird
Zeit; um jemanden an der Hand zu halten; aber seine Seele berühren zu dürfen
Zeit; sich schweigend gegenüber zu sitzen und dennoch das Gefühl zu haben verstanden worden zu sein

Samstag, 10. Dezember 2011

Gewissheit

Wo Worte fehlen, das Unbegreifliche zu beschreiben,

das Unabwendbare zu sehen,

wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,

bleibt einzig die Gewissheit,

dass du immer im Herzen anderer weiter Leben wirst.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Prügelnde Gedanken

Immer mal wieder überfallen sie mich, prügeln auf mich ein, knübbeln mich nieder.
Sie tauchen auf in der kalten Jahreszeit, sie lassen mich zitternd frieren bei warmen 23°.
Völlig sinnlos verloren die Tage, erfrierend und eiskalte Gedanken, die Seele zitternd.
Prügelnde Gedanken an eine Zeit die vergangen, nur schwach sichtbar weit hinter mir.
Eine Zeit an der nichts zu sein scheint und dennoch alles war.
Freundschaften geschlossen mit  Alkohol und seinem Freund dem Marokkaner.
Freundschaft geschlossen um zu fühlen dass man lebt, um zu überleben in kalten Nächten.
Tag für Tag die gleichen Freunde, immer herzlich willkommen unter meiner Brücke; rechts.
Alkohol um zu vergessen, seinen Freund um zu fliegen wohin er mich auch tragen mag.
Einfach fliegen, wenn es sein muss bis ans Ende der Welt, immer dem Licht entgegen.
Um einmal mehr Wert zu sein als der Spruchwörtliche Dreck unterm Fingernagel.

Zu zeigen, dass ich doch was kann; und wenn es nichts ist

Sonntag, 30. Oktober 2011

Der ominöse Brief

Seit ca. 5 Wochen ist er da, ein Brief, auf den ich schon lange gewartet habe und den ich bis Mittwoch in der Nacht nicht getraute habe zu öffnen.
Ein Umschlag in unschuldigem Weiß gehalten mit einem kleinen Sichtfenster in dem meine Name und meine Adresse zu lesen ist. Große schwarze Buchstaben, die rechts neben dem Sichtfenster das Wort bilden
„WICHTIG, UNBEDINGT GLEICH ÖFFNEN“.
Der Absender des ominösen Briefes ist mir gut bekannt aber ich hatte ihn wohlwissend nur aus dem Briefkasten genommen um ihn in der Ablage „Unwichtig; hat noch Zeit“ abzulegen.
Meine Ablage „Unwichtig; hat noch Zeit“ ist gleichzusetzten mit „Will ich jetzt nicht Wissen, nicht jetzt“.
Aber wie es eben so ist, muss man sich an Dinge heranwagen die wohlwissend nichts Gutes zu bedeuten haben. Also hab ich den Brief morgens um 1 Uhr nach der Arbeit geöffnet und den Tatsachen ins Auge geschaut, ob ich es nun wollte oder nicht. Irgendwie haben mich die Zeilen dennoch nicht verwundert die ich zu lesen hatte, denn bewusst oder auch unbewusst war mir klar dass es so ist.
Ich sollte so schnell wie möglich einen Termin bei meinem Arzt ausmachen um weiteres zu besprechen, ich hatte ihn dann am darauffolgenden Tag angerufen;  das ganze klingt fast wie in einem Märchen, ich bekam sofort einen Termin und das schon eine Stunde nach meinem Anruf.
Das Gespräch mit dem Arzt meines Vertrauens war sehr lange, gefühlt waren es so 5 Stunden, gedauert aber nur eine Stunde. In nur einer Stunde bekam ich gesagt, dass man meine Medikamente neu einstellen muss, dass sich der Zustand des ZNS verschlechtert hat und dass man eventuell auf ein anderes, stärkeres, Medikament zugreifen muss.
Auf meine Frage,  inwieweit sich der Zustand verschlechtert hat, sozusagen ausgedrückt in einer Prozentzahl im Vergleich zur letzten CT?
Bekam ich zur Antwort: das kann man pauschal nicht sagen, aber was man sagen kann ist, dass es sich sichtlich verschlechtert hat.
Damit kann ich nichts anfangen, ich will doch einfach nur wissen wie es weiter geht und wo es enden wird.
Die Antwort von meinem Doc war eh klar, aber wenigstens wollt ich die Frege gestellt haben !
Das kann keiner sagen inwieweit sich die Veränderungen im ZNS bemerkbar machen, wo es enden wird.
Das sind doch schöne Aussichten!!!!

Magie

Die Magie, die ein einziger Tag zu versprühen vermag
Sie trägt dich durch die Lüfte
Sie lässt dich schweben fliegen
Zart und sanft wie eine Feder
Lässt dir die Freiheit zu fliegen wohin du auch magst


Die Magie, die ein einziger Tag zu versprühen vermag
Sie zeigt dir Orte, an denen du noch niemals warst
Ist dir stets ein treuer Begleitet auf all deinen Wegen
Umhüllt dich mit Geborgenheit erwärmt die Seele
Gibt dir den halt zu schweben und nicht zu fallen


Die Magie, die ein einziger Tag zu versprühen vermag
Ist die Magie, die ich brauche Tag für Tag
Um frei und ungezwungen zu schweben
Einfach nur um mein Leben zu leben
Zu wissen, Magie umhüllt mich sanft und lässt mich fliegen

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Das Leben

Das Leben ist wie ein Buch
jede Seite ein Unikat
Tag um Tag erscheint ein neues Blatt
es wartet nur darauf beschrieben zu werden
gefüllt mit Zeilen die nur das Leben vermag so zu schreiben

Manche erscheint dir eines Tages bitter und kalt
gehalten sind sie nur Grau in Grau
doch viele Seiten sind lustig bunt
gemalt in Seelenfarben aller Art
was im Leben einst mal so geschah

Blätter mit zerschlissenen Rändern wird es geben
Kummer, Trauer und viel anderes ist darin zu lesen
Schmerzhaft wird sein so manche Zeile
Wunden zu sehen die schon fast verheilt
was bleibt ist ne Narbe erteilt hat sie dir das Leben

Gib acht auf dein ganz eigenes Buch
der Einband besteht aus deiner Seele
jede Seite ist dein ganz eigenes Unikat
viele Seiten und Blätter wird es noch geben
gefüllt mit Zeilen aus deinem Leben

Montag, 15. August 2011

Drei Sekunden

Ich schenke dir drei Sekunden meines Lebens,
die erste ist vorbei
die dritte ist vor uns
und in der zweiten, da lebe ich

Ich schenke dir mein Herz,
geh behutsam damit um
verletze es nicht
denn ich habe nur eins

Ich schenke dir meine Seele,
belese sie Wort für Wort
aber entlese sie niemals
hör ihr stummes Schreien

Ich schenke dir mein Innerstes,
durchwühl es bis zum letzten Winkel
aber bitte hinterlasse keine Unordnung
räum alles wieder auf

Ich schenke dir drei Sekunden meines Lebens,
die erste ist vorbei
die dritte ist vor uns
und in der zweiten, da lebe ich

Samstag, 4. Juni 2011

keiner

Seit eigener Zeit versuche ich Sie zu belesen, meine Seele zu belesen, zu mir selbst zu finden um die Gedanken, die ich so nicht haben will, nur ansatzweise zu verstehen. Doch ist es für mich ein gar sinnloses Unterfangen, sinnlos aus dem einfachen Grund, weil ich mich Seelenlos fühle, eine gefühlte leere Hülle, nur mit der Daseinsberechtigung, ihren Zweck zu erfüllen.



Gäbe es da nicht die gelegentlichen Schübe, würde ich vermutlich nicht mal die Leere fühlen die mich umgibt, eine leere Hülle die versucht mein Inneres zusammenzuhalten. Also bin ich dankbar, dankbar den Schüben gegenüber, weil sie mich wenigstens etwas fühlen lassen, mich fühlen lassen, dass da etwas ist, auch wenn es nicht viel zu sein scheint, etwas muss da ja sein.
Warum alles so ist wie es ist, vermag ich nicht zu sagen, aber eines weiß ich, es ist ein beschissenes Gefühl.



Dann gibt es noch die andere Seite, eine Seite voller Musik im Herzen, die aber von keinem anderen als von mir selbst gehört wird. So sehr ich auch versuche diese Melodie nach außen dringen zu lassen; es gelingt mir einfach nicht und jeder neue Versuch lässt die Melodie schwächer werden bis sie nur noch sehr leise und geschwächt zu vernehmen ist.


Was mir aber immer bleibt, egal was auch noch kommen mag, das ist die Flucht zu meinen Gedanken und zu der leisen Melodie die in der leeren Hülle wiederhallt.

Dienstag, 29. März 2011

Kleine Engel


Ein ungeborenes Kind im Gespräch mit Gott…

Es war einmal ein Kind, das bereit war, zur Welt zu kommen.

Eines Tages fragte das Kind Gott,
„Mir wurde gesagt, dass Du mich morgen auf die Erde schicken willst, aber wie kann ich dort leben, so klein und hilflos wie ich bin?“

Gott antwortete,
„Unter den vielen Engeln hab ich einen für Dich ausgesucht. Er wird auf Dich warten und auf Dich aufpassen.“

"Aber“, sagte das Kind.
„Hier im Himmel tue ich nichts anderes als singen und lachen das ist das was ich brauche um glücklich zu sein!“

Gott sagte:
„Dein Engel wird jeden Tag für Dich singen. Und Du wirst die Liebe Deines Engels fühlen und glücklich sein.“

„Und….“, sagte das Kind,
wie wird es möglich sein, die Leute zu verstehen wenn sie mit mir sprechen, wenn ich die Sprache nicht kenne, die sie sprechen?“

„Das ist leicht“, sagte Gott.
„Dein Engel wird Dir die schönsten und herzigsten Worte sagen, die Du je hören wirst und mit viel Geduld und Sorge, wird Dein Engel Dich das Sprechen lehren.“

Zu Gott aufschauend sagte das Kind:
„Und was mach ich wenn ich mit Dir sprechen will?“

Das Kind anlächelnd sagte Gott:
„Dein Engel wird Dir Deine Hände falten und dich Beten lehren.“

Das Kind sagte:
„Ich habe gehört, dass es auf der Erde böse Menschen gibt. „Wer wird mich schützen?“

Gott legte seinen Arm um das Kind und sagte:
"Dein Engel wird Dich verteidigen – selbst wenn er sein Leben riskieren muss!“

Das Kind schaute betrübt und sagte:
„Aber ich werde immer traurig sein, weil ich Dich nicht mehr sehen werde.“

Gott umarmte das Kind:
„Dein Engel wird immer mit Dir über mich sprechen und er wird Dir den Weg zurück zu mir zeigen, obwohl ich immer in Deiner Nähe sein werde.“

In diesem Moment war viel Frieden im Himmel, aber Stimmen von der Erde konnten schon gehört werden.

In Eile fragte das Kind mit weicher Stimme:

„Oh Gott, ich gehe jetzt gleich weg, sage mir bitte den Namen meines Engels!“

Gott antwortete:

„Der Name Deines Engels ist nicht wichtig, nenne ihn einfach


„MAMA!“


Sonntag, 13. Februar 2011

Hab auch etwas für Dich: erhalten von Marina

 

Das perfekte Herz


Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.
Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: “Nun, Dein Herz ist nicht mal annähernd so schön, wie meines.” Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig, und es gab einige ausgefranste Ecken …. genau gesagt …. an einigen Stellen waren tiefe Furchen, wo ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an: wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner, dachten sie?
Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: “Du musst scherzen”, sagte er, “dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen.”
“Ja”, sagte der alte Mann, “Deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit Dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen, und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten.
Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde …. und ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?”
Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, und setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit die Wunde in des jungen Mannes Herz. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen gemeinsam weg - Seite an Seite.

Samstag, 12. Februar 2011

Was ist eigentlich eine MS?

28. Aug 2010

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Die MS ist die häufigste chronisch entzündliche Erkrankung des Nervensystems und nach der Epilepsie die zweithäufigste neurologische Krankheit, die im frühen und mittleren Erwachsenenalter zu Störungen führt. Bei diesem Leiden kommt es an unterschiedlichen Stellen des zentralen Nervensystems (im Gehirn, an den Sehnerven oder im Rückenmark) zu Entzündungen. Diese Entzündungen hinterlassen häufig kleine Narben. Die MS-Herde werden auch Plaques genannt. Durch die Plaques kann die Funktion der Nerven, elektrische Impulse weiterzuleiten, verschieden stark gestört werden.

Vieles ist typisch

Im Prinzip können Entzündungen an jeder Stelle des Zentralen Nervensystems (ZNS) auftreten. Allerdings existieren bestimmte Regionen im Gehirn, an denen sie für die MS typisch besonders häufig gefunden werden. Auch für das Rückenmark lassen sich typische Befallsmuster abgrenzen.
Mit den verschiedenen Lokalisationen ist die Palette der Symptome sehr vielfältig, abhängig von dem betroffenen Hirn- oder Rückenmarksareal und damit im weitesten Sinne der von dort gesteuerten Körperfunktion.
Viele Patienten berichten anfangs von einem Gefühl, als würden Ameisen über ihre Beine laufen, andere klagen über Sehstörungen, Kraftminderung in den Extremitäten oder Gleichgewichtsstörungen. Manche der Betroffenen leiden unter Beschwerden, mit denen andere nie konfrontiert werden. Einige Symptome treten häufig, andere wiederum sehr selten auf.
Charakteristisch für einen Schub bilden sich die Symptome zumindest zu Beginn der Erkrankung meist vollständig wieder zurück. Im Verlauf der Erkrankung kommen häufig andere Beschwerden hinzu – wie Müdigkeitserscheinungen oder Blasenstörungen.
In den meisten Fällen tritt die Multiple Sklerose im frühen Erwachsenenalter erstmalig auf. Klassisch ist ein Verlauf in Schüben, d.h. es können auch sehr lange Phasen ohne irgendwelche Krankheitszeichen vergehen. Die Ursachen für die Entstehung der Krankheit sind bislang nicht geklärt, es existieren aber verschiedene Hinweise und Theorien dazu.
Immer noch gilt MS als nicht heilbar – aber die Krankheit ist behandelbar!

Verlaufsformen der Multiplen Sklerose

28. Aug 2010

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Die Krankheit verläuft individuell zwar sehr verschieden, dennoch lassen sich typische Verlaufsformen herauskristallisieren, die im Prinzip in allen Kombinationen auftreten können.
Man unterscheidet grob: den Krankheitsschub und die Progredienz, die das kontinuierliche Fortschreiten der bestehenden Krankheitsymptomatik bezeichnet. Die Schübe können sich vollständig oder unvollständig zurückbilden (= remittieren; Rückbildung: Remission).

Die häufigsten Verlaufsformen

Der schubförmig remittierende Verlauf zeichnet sich durch das plötzliche Auftreten von Krankheitssymptomen aus, die sich vollständig oder unvollständig zurückbilden. In letzterem Falle können Behinderungen zurückbleiben. Diese rein schubartige Form ist die zweithäufigste und besteht bei etwa 20% der Betroffenen. Drei Viertel der Patienten erleiden innerhalb von fünf Jahren einen nächsten Schub

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Leider bleibt es nicht immer bei diesem Krankheitsverlauf. Bei einem Teil der Patienten geht die Multiple Sklerose in eine (sekundär) chronisch progrediente Verlaufsform über, während dieser es aber zusätzlich zu abgrenzbaren Schüben kommen kann. Diese Verlaufskombination ist die häufigste. Die Beschwerden gehen im Verlauf oft immer unvollständiger zurück, was zu einer Zunahme der Behinderungen führt.

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Die progrediente Form liegt wiederum bei 20% der Patienten von Beginn ihrer Erkrankung an vor: der so genannte primär chronisch progrediente Verlauf. Die Hälfte der Erkrankten erlebt währenddessen keine Schübe.
Das Adjektiv chronisch beschreibt es schon: Merkmal dieser Stufe ist die permanente, schleichende Verschlechterung des Krankheitsbildes. Während dieses Stadiums heilen die bestehenden Symptome im Verlauf immer unvollständiger ab, die bleibenden Behinderungen nehmen stetig zu.

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­Man hat festgestellt, dass die MS bei jungen Patienten überwiegend schubförmig, bei Patienten im Alter über 40 Jahre häufiger mit einer chronisch-progredienten Form beginnt.
Bei Frauen tritt der schubförmige Verlauf doppelt so häufig auf, Männer wiederum sind häufiger von einem chronisch-progredienten Verlauf betroffen.

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Doch auch wenn der Arzt die jeweilige Verlaufsform, in der sich sein Patient befindet, definieren kann, so ist es ihm dennoch nicht möglich den weiteren Krankheitsverlauf individuell vorherzusagen. Es gibt Wahrscheinlichkeiten, die sich in den oben beschriebenen Häufigkeiten widerspiegeln. Diese Entwicklungen können aber nicht zur Regel gemacht werden: Die MS kann jederzeit in der bestehenden Form „stehen bleiben" – entweder für längere Zeit, selten auch für immer.
Allgemein erleben die meisten Betroffenen eine lange Phase, in der sich Schübe, Verbesserungen und Verschlechterungen des Zustandes abwechseln.
Aber auch die Art der Beschwerden ändert sich während der Krankheit. Patienten berichten in späteren Stadien beispielsweise vermehrt über Gang- und Gleichgewichtsstörungen, Gefühlsstörungen, starke Müdigkeit oder über Schwächegefühl in den Beinen. Zu den weiteren Symptomen gehören u.a. Störungen beim Wasserlassen, Koordinationsstörungen der Arme oder Beine sowie Schmerzen.
Man spricht von einem neuen Schub, wenn:

  1. sich innerhalb von Stunden oder Tagen neue Krankheitszeichen entwickeln, welche mindestens 24 Stunden lang anhalten, oder

  1. seit dem letzten Schub mindestens ein Monat vergangen ist und „alte" Symptome erneut oder ganz neue auftreten

  1. die Symptome sich zwar relativ schnell entwickeln, d.h. über Tage oder auch Wochen, nicht aber von einer Sekunde auf die nächste!

Ursache eines solchen Schubes ist die Bildung neuer Entzündungsherde oder eine erneute Aktivierung schon früher aufgetretener Plaques, die dem Patienten in der Zwischenzeit keine Beschwerden mehr gemacht haben.
In der Regel halten die Symptome, die während eines Schubes auftreten, einige Wochen bis Monate an und bilden sich im Allgemeinen von alleine wieder zurück. Bleiben sie bestehen, so bedeutet dies für den Patienten meist eine fortschreitende Beeinträchtigung seiner Körperfunktionen - oft über einen Zeitraum von mehreren Jahren.
Von einem echten Schub abzugrenzen ist der so genannter Pseudoschub. Hierbei kommt es nicht zu neuen Entzündungen im Gehirn oder Rückenmark und damit einer wieder aufflammenden Krankheitsaktivität der Multiplen Sklerose.
Bestimmte Lebensumstände, beispielsweise ein fiebriger Infekt, führen in diesem Moment dazu, dass bereits bestehende Plaques sozusagen „wieder gereizt" werden. Bis dahin hatten sie ein Rückbildungsstadium erreicht, so dass die Betroffenen während ihres normalen Alltags nichts mehr bemerken. Die ehemals durch die Plaques bedingten Beschwerden sind kompensiert und werden nicht mehr wahrgenommen. Durch bestimmte „außergewöhnliche" Zustände, z.B. Erhöhung der Körpertemperatur (z.B. Fieber, heißes Bad, Sauna) oder Stress, kommt es zu einer plötzlichen Zunahme der Auswirkungen alter Krankheitsläsionen. Wahrscheinlich beruht dieses Phänomen auf Veränderung der elektrischen Leitfähigkeit der Nervenzellen.

Verschiedene Schmerztypen bei der MS

28. Aug 2010

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Schmerzen gehören nicht zum Erscheinungsbild der Multiplen Sklerose" – diese Meinung ist weit verbreitet, aber leider falsch. Viele MS-Kranke leiden unter Schmerzen. Und dabei ist die Vielfalt der Schmerzen nahezu genauso groß wie die Vielfalt der Symptome. Wie viele Patienten genau davon betroffen sind, lässt sich nicht sagen, da das Schmerzempfinden und -toleranz von Mensch zu Mensch verschieden ist. Manche Studien sprechen von 32 Prozent, andere wiederum von 55 Prozent.

Es können ganz allgemein drei Schmerztypen definiert werden: Schmerzen, die plötzlich auftreten und nur kurz anhaltend wieder verschwinden, so genannte paroxysmale Schmerzen. Über etwas längere Zeiträume bestehend, relativ plötzlich beginnend, so werden die akut bis subakuten Schmerzphänomene bezeichnet. Und zuletzt die chronischen Schmerzen, die über sehr lange Zeit anhalten. Auch bei der Multiplen Sklerose treten Schmerzereignisse aller drei Kategorien auf.

Paroxysmale Schmerzen

Plötzliche Schmerzattacken, die schnell wieder abklingen, erlebt nur jeder zehnte MS-Kranke.
Im Verlauf der Krankheit tritt bei einigen Patienten eine Trigeminusneuralgie auf. Kurze, messerscharf einstechende Schmerzen in einer Gesichtshälfte, die sich ständig wiederholen, prägen das Bild. Diese können von so vernichtendem Charakter sein, dass sie kaum auszuhalten sind. Meist sind Kinn- oder Wangenpartie einer Gesichtshälfte betroffen. Selten kommt es aber auch zu regelrechten Schmerzsalven, die dann eher als Dauerschmerz empfunden werden. Der Trigeminus ist einer der 12 Hirnerven, dessen Ursprungskerngebiet im Hirnstamm liegt. Diese Region ist sehr häufig betroffen, so dass durch Herde in diesem Bereich solche Schmerzen verursacht werden.
Häufig kann das so genannte Lhermitte-Zeichen ausgelöst werden. Zur Provokation wird der Kopf nach vorne gebeugt. Dadurch entsteht ein elektrisierendes Kribbeln, das von der Wirbelsäule ausgehend über die Schultern in die Arme schießt. Es ist eher unangenehm als schmerzhaft. Es wird selten auch bei anderen Erkrankungen gefunden.
Kurze Krämpfe der Muskulatur werden häufig beobachtet. Eine ausgeprägte Form sind die tonischen Hirnstammanfälle. Wie oben beschrieben ist dies ein von Entzündungen bei der MS sehr oft betroffenes Hirnareal. Hier laufen Bahnen entlang, die willkürliche Muskelbewegungen steuern. Durch die Störung kann es zu Fehlleitungen kommen, die zu ungewollten und überschießenden Bewegungen führen. Solche schmerzhaften Krämpfe beginnen meist in einer Hand, breiten sich über Arm, Schulter und auch mal das Bein einer Körperseite aus.
Auch Missempfindungen an Händen und Füßen können mal kurzzeitig auftreten.

Akute und subakute Schmerzen

Im Rahmen der häufig auftretenden Sehnervenentzündungen bestehen auf der entsprechenden Seite häufig Schmerzen hinter dem Augapfel, insbesondere wenn das Auge bewegt oder Druck ausgeübt wird. Dabei klingt der Schmerz meist schneller ab als die Entzündung selbst.
Den oft bestehenden Blasenstörungen pfropft sich immer mal eine Blasenentzündung auf, die mit typischen krampfartigen Schmerzen im Unterleibsbereich verbunden ist. Solche treten aber auch manchmal durch Spasmen der Muskulatur ohne gleichzeitig bestehende Infektion auf.

Chronische Schmerzen

Recht übereinstimmend berichten die Betroffenen, dass es sich meist um chronische Schmerzen handelt, unter denen sie leiden.
Recht oft werden die Patienten ferner durch brennende oder ziehende Missempfindungen in Füßen oder Beinen belastet. Sie werden insbesondere in der Nacht, sowie bei warmen Temperaturen und Wetterumschwüngen verstärkt wahrgenommen. Die Bettdecke wird als unangenehm empfunden. Umlagerung der Gliedmaße macht die Schmerzen erträglicher. Sie lassen sich durch entzündliche Veränderungen des Rückenmarks erklären. Es muss aber immer bedacht werden, dass gerade solche Parästhesien, wie die Missempfindungen in der Fachsprache genannt werden, sehr häufig durch periphere Nervenschädigungen verursacht sind. Die können natürlich bei einem MS-Patienten zusätzlich bestehen.
Häufig berichten MS-Patienten auch über chronische Rückenschmerzen oder chronische Muskelschmerzen insbesondere in den Beinen. Sie sind meist Folge der unnormal, übermäßig starken Anspannung der Muskulatur, der so genannten Spastik und daraus folgenden Fehlbelastungen

lesen, anschauen, nachdenken

 
13. Mai 2010
 
Es ist in der heutigen Zeit einfach enorm wichtig geworden über verschiedene Krankheiten aufzuklären.
Egal um welch Krankheit es sich handelt, MS, FMS, Asperger, Borderline, Depressionen……..
Ohne Aufklärung über verschiedene Symptome einer Krankheit bekommen genau diese Personen von unwissenden Mitmenschen den stempel des Außenseiters, des aussätzigen auf die Stirn gehämmert.
Liebenswerte Seelen, egal ob es kleine oder große Seelen sind, sie werden in die Ecke gestellt, in die Ecke des abnormalen, abgestempelt zum Menschen dritter Klasse.
>>>>>> Denk mal darüber nach <<<<<<
Du willst dir ein Urteil bilden über mich?
Dann zieh meine Schuhe an und geh den Weg; den ich gehen muss,
Durchlaufe mein Tal der Schmerzen und des Leidens
Erst dann kannst du dir ein Urteil bilden.
 
 


Montag, 31. Januar 2011

weiter gehts

Wie ich zuvor schon geschrieben hatte, war ja mein Schlafzimmer so ca. 15 km lang, ca. 25,23m breit, bedeckt mit Unmengen von Sand, sozusagen 378450 m² sandiges Schlafgemach. Das Problem bestand aber darin, dass ich es tagsüber offen lassen musste für die vielen Touristen, die sich anscheinend auf meine sandigen Gutenachtdeckchen wohlfühlten. So im Nachhinein denk ich mir, ich hätte doch Eintritt verlangen sollen wenn sie schon meine Decke so verwüsten; aber was tut man nicht alles um Touristen glücklich zu machen.

So was mach ich nun den lieben langen Tag.

Soll ich den Überblick über mein Schlafzimmer behalten, dass mir ja keiner in die Ecke pinkelt, soll ich jeden beobachten, dass mir ja keiner seinen Müll liegen lässt.

Das lässt sich zugegebener Masen bei 378450 m² nicht überblicken.

Also bleibt mir nur eines über, mich darauf zu verlassen, dass es nicht so schlimm wird.

Eine Zeitlang ist es ja recht und schön, wenn man den ganzen Tag nur auf der faulen Haut liegt, seine Wampe in die Sonne streckt und den ganzen Tag nur pennt, die Menschen beobachtet die am Strand ( in meinem Schlafzimmer ) herum lunger.

Aber irgendwann ist es an der Zeit etwas zu unternehmen, Zeit, sich eine sinnvolle Beschäftigung zu suchen um nicht völlig zu verblöden. Aber was ist schon Sinnvoll wenn man der Landessprache nicht zu 100% mächtig ist.

>>>>R Ü S C H T Ü S C H<<<<<<

Man versucht es mit Händen und Füßen, ganz zur Belustigung derer, bei denen ich meine Kunst der Völkerverständigung versuchte.

Was soll ich sagen, mir ist es gelungen einen Job zu bekommen; einen Job, um den mich viele meiner täglichen Schlafzimmerbesucher beneideten. Ich arbeitete nur einen Steinwurf entfernt von dem ganzen treiben am Strand, da sich sozusagen hinter meiner Schlafzimmertür ein kleines süßes, neckisches Standkaffee befand, in dem ich nun arbeitete. Aber das ganze erfüllt mich auch nicht unbedingt und so hatte ich eine Idee, eine Idee die es in die Tat umzusetzen galt.

Ich fragte meinen Chef, ob er nicht ein Boot organisieren könnte um mit Touristen, zahlende Touristen, eine kleine Rundfahrt zu unternehmen, die müssen ja nicht den ganzen Tag in meinem Schlafzimmer herum liegen. Um das ganze bissl abzukürzen, nach 2 Tagen und etlichen Telefonaten meines Chefs, legte ein kleines Boot ganz in der Nähe des Strandes an. Mit weit aufgerissenen Augen starrte ich auf das kleine Boot, dachte ich mir ganz heimlich, ok; wenn es bis hierhergekommen ist ohne zu sinken, dann kann es ja nicht so schlimm werden.

So nun gab es nur noch ein Problem!

Wie soll ich mich mit dem Kapitän des kleinen Kreuzfahrtschiffes verständigen, er spricht nur Türkisch, das ist ja in der Türkei gar nicht so unüblich ist, wäre ja auch schlimm wenn sie so wäre, sonst wüsst ich ja gar nicht wo ich bin *fg*.

Ok, ok genug mit dem Stuss und dem Gelaber, weiter geht’s im Text.

Wir verstanden uns auf Anhieb wirklich sehr gut, mich hat’s total verwundert, wir waren uns schnell einig, ich kümmerte mich um die Tourifracht und Kaptein Ahab, so nannte ich ihn, kümmerte sich um seinen Kutter.

Für eine Kreuzfahrt war sein Kutter nicht bestimmt, aber für eine Tour an der Küste entlang reicht’s allemal, da kann man zur Not auch ans sichere Ufer schwimmen.

Anfänglich lief es nicht so gut mit unserem Vorhaben fette Kohle zu machen, aber nach einer Weile waren wir täglich mit dem Kutter unterwegs.

Entlang am Hafen von Alanya, an der alten Schiffswerft vorbei, mal schnell rein schibbern in die Phosphorhöhle, damit die Touris auch schön ihr Bilder machen können. Weiter gins dann zur Liebeshöhle, von der man den schönsten Sonnenuntergang beobachten kann den man sich vorstellen kann. Am Strand entlang von Kleo, ups ich mein natürlich entlang am Kleopatra-Strand.

So nun reicht mein Geschreibsel mal wieder.

Weiter geht ‘s dann ein anderes Mal

Danke fürs lesen und die Zeit die du dir genommen hast

İnşallah 

Samstag, 22. Januar 2011

Und wieder mal ne bescheuerte Mail

Die Überschrift lautet   ......sorry
und ein Video von Ina Müller mit dem Lied Bitte Bitte, zu sehen auf http://www.youtube.com/watch?v=h6T6vb1RgSA
ist doch immer wieder schön :-)
mein kommentar dazu ist nur
sorry, aber den gefallen tu ich dir nicht!!!!!!!!!!!!
was du aber machen kannst ist ganz einfach!!!!!!!!!!!!
schreib mir einfach nichts mehr und lass mir meine ruhe!!!!!!!!!!!
zum schluss will ich dir noch das eine sagen, auf euer beider niveau lass ich mich nicht runter!!!!!!!!!!!!

Silvia Sliwiok        23. Januar um 04:51
ohoh...
ich würde sagen auf unser beider niveau kommst du nie im leben
H O C H !
du hast recht - ich mach es mir ganz einfach - und lösche alles was dich betrifft aus meinem leben - ist übrigends ganz einfach!
*hihihi*
 
 
dann viel spass beim löschen und fall nicht runter von deinem niveau, das ja so HOCH oben zu sein scheint. 

Samstag, 15. Januar 2011

Die Ballnacht

 

Einige Zeit ist seit der letzten Ballnacht ins Land gezogen, als die Königin der Nacht erneut zu einem berauschenden Fest der Sinne einlädt.

Der Ballsaal ist geschmückt, schwere Samtstoffe drapieren die Seiten des Saales. Alles steht bereit als die Gäste in Scharen den Raum betreten. Mit Rauschenden Gewändern und schwarzen Augenmasken ausstaffiert drängen sie heran, bewundern erneut die Magie die von diesen Festlichkeiten ausgeht.

Einige bekannte Augenpaare kreuzten meinen Weg. Die Kapelle läd mit schwungvoller Musik zum Tanz. Freundlich euphorisch gestimmt nicke ich den bekannten Augenpaaren zu, während ich den Saal nach Dir absuche.

Bahn mir einen weg zu dem Tisch an dem wir uns das erste Mal trafen. Fremde Personen belagern unsere Stühle, lautes Lachen schlägt mir entgegen. Versonnen schlendere ich weiter, an der Bar mach ich halt und genieße Deinen Lieblingscocktail, um einen Hauch von Dir zu schmecken.

Ringsherum vergnügte Paare die ihrer Lust die Hemmung nehmen. Einzelne vereinen sich zu paaren und paare zu Gruppen. Alles geschieht wie von selbst. Einladende Blicke treffen auf meine, doch ich suche nur nach Dir. Schwärmerisch erlebe ich die letzte Ballnacht in Gedanken erneut.

Sehnsüchtig begehe ich den Saal erneut um nach Dir zu suchen. Die Logen sind wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Menschen mit gierigen Blicken sehen zu dem Treiben hinab. Das leuchten ihrer Augen ist selbst von hier unten zu erkennen. Ob es die selben sind?

Noch während ich diesem Gedanken nachhänge, spüre ich einen leichten Druck an meiner Schulter. Langsam dreh ich mich um und es ist als ob die Sonne aufgeht. Du stehst vor mir. Dein lächeln gleicht einem strahlen und kleine Farbpigmente wie Sterne glitzern in deinen warmen braunen Augen.

Ich spüre wie deine schlanken Finger sich mit meinem verschränken und du mich hinter den schweren Samtstoff drängst. Versteckt und doch mittendrin küssen wir uns leidenschaftlich und wild. Deine Zunge leckt über meine Lippen. Ich vergrab meine Finger in deinen haaren streich dir uebers Gesicht deinen schlanken hals entlang. Blick dir in die Augen. Wie sehr hab ich dich vermisst. Ich küss dich erneut und press dich ganz eng an mich. Wie gut du dich anfühlst. Wir küssen uns wieder und wieder, hören die Musik im Hintergrund nicht mehr, nehmen von dem treiben nichts mehr wahr sind nur wir in unseren Sinnen.

Du zauberst eine Traube aus deiner Tasche, hältst sie mir über den Mund das ich mit meiner Zungenspitze daran spielen kann, dann nimmst du sie halb in den Mund und bietest du mir die andere Hälfte an. Ein leises knacken ertönt beim zerbeißen der Frucht. Der Saft rinnt an unsren Lippen hinab. Bevor wir unser Versteck gestärkt verlassen küssen wir uns wieder lecken den hinablaufenden Saft der Traube von unserer Haut, um die Festlichkeit zu genießen.

Die Kapelle spielt unser Lied. Wir tanzen, trinken süße Cocktails, genießen die Atmosphäre, es ist so schön mit dir zusammen zu sein, deinen Duft zu riechen wenn du ganz nah bei mir bist.

Ich nehm dich bei der Hand und zieh dich in die nächste Tür. berühr deine Lippen noch ehe die Tür ins Schloss gefallen ist. Press mich eng gegen dich, uns gegen die Tür, nur durch den dünnen Türspalt dringt noch Licht und das Spiel des Orchesters zu uns hindurch. Ich schiebe dich sanft an die Wand, dich immer weiter küssend, erkunde ich abermals deinen Körper, streiche über deinen festen Hintern, massiere deine Backen. Küss deinen Hals dein Dekolleté. Ich rutsche vor dir auf die Knie und umarm dich an den Hüften, lege meine Wange an deinen Bauch und fühle das auf und ab deines Atems.

Ich küss dich durch den Stoff deines Kleides hindurch an den Leisten und schiebe meine Hände langsam unter deinen Rock, deine Beine entlang. Du öffnest deine Beine leicht, gewährst mir Einlass. Meine Wange noch immer an deinen Bauch gelehnt, streichle ich die Konturen deines Slips nach. Ich schlupf mit meinem Kopf ebenfalls unter dein Gewand und schiebe mich langsam nach oben, bis ich den kühlen weichen Stoff deiner Unterwäsche an meinem Gesicht fühl. Greif um dich herum zu deinem Po knete meine Finger darin und beginne langsam dir dein Slip auszuziehen bis sie an deinen Knöcheln ist, dann befreie ich einen Fuß aus der Fessel drück deine Beine noch ein wenig weiter auseinander. Küsse den weg an deinen Beinen hinauf zu deiner Scham. Du bist feucht, meine Hand gleitet wie von allein über deine Schamlippen. Ich umfasse sie und beginne dich an deinen empfindsamsten Stellen zu lecken, suche mit der Zungenspitze nach deinem Kitzler, der sich unter einer Hautfalte emporreckt. Sauge genüsslich daran und lecke dann ganz über dich, schmecke deinen Saft. Drück mein Gesicht ganz nah an dich, will dich ganz spüren alles von dir in mich aufsaugen....

Dumpf dringt das Läuten der Turmuhr zu uns in unser Versteck. Es schlägt zwölf Mal zur Mitternacht.

Zart löst Du dich von mir, richtest hastig deine Kleidung zurecht. Küsst mich zum Abschied und verschwindest aus der Tür...

Kleiner Engel flügellos

 

„Ich will Dir was zeigen.“ Nehme Dich bei der Hand und gehe mit Dir in das Badezimmer, das am Ende des Flures liegt. Im Dunkeln postiere ich uns vor dem Spiegel und trete hinter Dich, leg meinen Kopf neben Deinen an die Schulter.

Durch den schwachen Lichtschein der durch die Türe dringt, kann ich unsere Umrisse im Spiegel erkennen.

Wie eine Person aus zwei geschmolzen.

Sanft lege ich meinen Mund an dein Ohr und raune dir zu „Was siehst Du?“ Du willst Deinen Kopf zu mir drehen, blickst verwundert. Doch ich halte deinen Kopf in der Bewegung inne und drehe ihn sanft aber bestimmt wieder nach vorn, so dass Du dein Spiegelbild erkennen kannst. „Was siehst Du?“ frage ich dich erneut.

Du spannst Dich an, kann das kontrahieren deiner Muskeln spüren. Du bist still, Dein Blick geht starr geradeaus, alles in Dir sträubt sich, sträubt sich gegen Deine Empfindungen.

Ich hole ein Feuerzeug aus der Tasche und entzünde die zwei Kerzen die rechts und links neben dem Spiegel aufgestellt sind. Unsicher wie weit ich gehen soll oder darf, rücke ich noch ein Stück näher an Dich heran, wir berühren uns nun. Ich lege meine Hände um Dich herum und halte Dich fest. „Ich bin für Dich da“ flüstere ich. Der Kerzenschein taucht den Raum in warmes Licht, unser Spiegelbild tanzt im Schatten der Kerzenflamme. Augen blitzen auf um im Dunkeln zu verschwinden und ein neues Detail unserer Gesichter wird erhellt.

Lege meinen Mund an Deinen Hals, küsse ihn sanft, streiche mit den Lippen weiter und flüstere abermals in dein Ohr „Was siehst Du?“

Meine Wange auf deiner Schulter, beobachte ich Dein Spiegelbild. Angestrengt blickst geradeaus, doch blickst du durch den Spiegel hindurch. Starrst ein Loch in die Wand in der Hoffnung dich aus jenem davon zu stehlen.

Mit leichtem Druck signalisiere ich dir meinen Beistand, mit meinem Daumen streichle ich leicht über deine Bauchdecke. Du legst deine Arme auf meine, unsere Finger greifen ineinander, halten sich fest umschlungen fest.

Beide sehen wir in den Spiegel.

Während du einen Fluchtweg schaust, versuche ich in deiner versteinerten Miene zu lesen. Wie eben an der Bauchdecke lasse ich meine Finger über deine Haut gleiten, streichle dir beruhigend den Unterarm entlang. Mein Atem dringt sanft und ruhig an Deine Haut, ich bin für dich da.

Lass dich fallen. Wenn du willst, ich fange dich auf.

Unter stetem weiterstreicheln löst sich deine Anspannung ein wenig, mein Körper erschaudert bei dem Gefühl das du dich ein wenig öffnest und dich bei mir ein bisschen entspannen kannst.

Auch wenn Du dich noch immer nicht selbst im Spiegel ansehen kannst, nicht sehen kannst was für ein Engel du für mich bist, so ist zumindest die Härte aus deinem Gesicht gewichen und die versteinerte Maske beginnt zu bröckeln. Als wenn ich unter einem wohlig warmen Regenschauer stehen würde fühle ich nur Wärme für dich. Jede Zelle meines Körpers ist damit erfüllt. Mit einem tiefen Seufzen vor wohlgefallen lege ich meine Wange an deinen Halsbogen. Du drückst leicht meine Hand, ich erwidere deine Geste und schmiege mich eng an dich. Möchte das dieser Moment nie vergeht. Mit flüsternd belegter Stimme spreche ich zu dir „ Weißt du was ich sehe?“ Dein Blick flammt kurz im Spiegel auf, der ängstlich mein Gegenüber im polierten Glas ansieht. „Ich sehe zwei Menschen,“ sage ich mit noch immer belegter Stimme. Die Angst aus Deinen Augen wechselt mit Verwunderung den Platz, ein leichtes Lächeln spielt um Deine Lippen. In deinen Augen stehen Fragezeichen als du den Mund öffnen willst um meine Beobachtung zu kommentieren, fahre ich fort deinen Unteram in Haarwuchsrichtung zu streicheln.

Aber ich sehe noch mehr. „Ich sehe zwei Menschen die einander vertrauen, die sich nah sind. Zwei Menschen die miteinander gewachsen sind, jeder an seiner Persönlichkeit und ein Stück miteinander zusammen verwachsen.“ Bei meinen Worten werden deine Augen größer, jedoch verblassen die Fragezeichen und dein Blick wird ausgeglichener. Deine Muskelanspannung lässt wieder ein wenig nach, kannst dich leicht an mich lehnen mit der Gewissheit das ich dir den Rücken stärke. Wieder ein Stück weit mehr das du dich mir öffnen kannst, meine Hand streicht weiter über deinen Unterarm während ich fortfahre meine Eindrücke in Worte zu fassen. Für jedes Stück das du dich mir öffnest gehe ich einen Schritt auf dich zu, schenke dir mein Vertrauen, kann sein wie ich bin. „ In mir sehe ich...“ jetzt bin ich es die sich leicht anspannt und mit der Überwindung kämpft. Sehe in mein Spiegelbild und wünschte mir ich könnte genauso durchsehen und es ignorieren, es nicht an die Oberfläche kommen zu lassen, doch es ist zu seicht ich kann es schon sehen, habe schon begonnen es aufsteigen zu lassen, Angst steigt in mir auf je weiter es an die Oberfläche tritt. Ich atme tief durch, ich brauche mich nicht fürchten, weil du mir die Hand hältst, du mir Kraft gibst. Ich spüre deinen Blick auf meinem Gesicht ruhen, zärtlich und geduldig.

Dich vor meiner Brust zu fühlen und dich nicht als Schutzschild zu empfinden gibt mir den Mut weiter zu erzählen.

Ich öffne meine Augen und sehe in mich.

„Ich sehe in mir einen Menschen, der gelernt hat Gefühle zu leben. Gefühle von denen ich immer nur geträumt habe. Gefühle die impulsiv über mich hereinbrechen ohne Vorwarnung. Einfach so. Gefühle die ich am liebsten vor Schmerz herausschreien wollte und Gefühle von deren Wärme mir die Tränen in den Augen standen. Empfindungen von denen ich nie dachte das sie in mir wären. Immerzu dachte ich diese Gefühle würden mir eines Tages geschenkt, wenn ich bereit dazu wäre. Sprich, ich dachte nie so tief fühlen zu können. Als ich dann wider erwarten doch solche Emotionen in mir fand, wollte ich sehr sparsam damit umgehen weil sie mir viel zu kostbar waren als das ich sie an einen Menschen verschwenden wollte der mich damit verletzen könnte. Das war mein Schatz den ich nur einen ganz besonderen Menschen schenken wollte. Und immer wenn ich dachte ich hätte eine würdige Person gefunden plagten mich Ängste und Zweifel...

Doch es verläuft nach dem – tischlein deck dich – prinzip. Je mehr ich geben kann umso mehr wird mir wiedergegeben und dieser Schatz ist schier unerschöpflich reich an Sinnen. Ich habe eine Vielzahl an Gefühlen in mir drinnen angesammelt die darauf warten gefühlt zu werden.

Ich hatte immer geglaubt einer Charakteranalyse entsprechen zu müssen und kam daher immer wieder mit mir selbst in Konflikt weil ich mich in jeder Sparte ein stück weit wieder erkannte. Doch ich bin weder Schwarz noch Weiß, Ich sehe in mir eine Farbpalette verschiedenster Grautöne. Hellere und dunklere. Sehe Facetten verschiedenster Charaktereigenschaften.

Ich kam zu der Überzeugung das dass Gleichgewicht der Natur auch für den Menschen gelten muss und nichts Gutes entstehen kann wenn es nicht einen bösen Gegensatz dafür gibt. Kein Tag ohne Nacht.“

Ich breche meinen Monolog ab und wir sehen uns im Spiegel in die Augen. Es ist ein komisches Gefühl hinter jemanden zu stehen und sich doch in die Augen sehen zu können. Es verstärkt mein Empfinden für dich, für uns. Wie wir so dastehen, engumschlungen wie eine Person und doch jeder für sich. Können uns den Rücken stärken ohne uns selbst dabei aus den Augen zu verlieren. Das ist so ein schönes Gefühl. Ich empfinde einfach nur Liebe.

„Und in mir sehe ich Angst. Angst die mein Leben lang besetzt hielt. Wie ein Pirat mein Bewusstsein zu kentern versuchte. Nach einer blutigen Schlacht „gewann“ ich die Schlacht als ich resigniert meine Ängste in mein Bewusstsein vordringen lies. Sie haben Stück für Stück meine Seele erobert, bis sie ans Tageslicht kamen und die letzte Barrikade nieder rissen. Und paradoxer weise in dem Moment als ich die Ängste zuließ und mir eingestand, fiel ihre furchteinflößende Maske von ihnen ab. Ich bin nicht gestorben. Im Gegenteil es hat mich stark gemacht, bin neu geboren.“

Noch einen Augenblick sehe ich in mein Spiegelbild, dann sehe ich dich schweigend an. Fordere und erwarte keine Antwort von dir. Wir sehen uns einfach nur an, lassen das im Kerzenschein Gesprochene auf uns wirken.

Es ist fühlt sich angenehm an, so mit dir zu stehen, mit dir schweigen zu können. Die Kerzen tauchen das kleine Bad in warmes Licht. Wie eine kleine Grotte, eine kleine Höhle in die wir uns zurückgezogen haben. Einige Zeit stehen wir ganz still, halten uns an den Händen und hängen jeder seinen Gedanken nach. Unsere Blicke treffen sich wieder im Spiegel, tauchen ineinander ein.

Nacktsein wäre angezogener als dieses intime Augenspiel, das einen nicht an sondern mitten in einen hinein sieht.

Von deinem Blick gefangen, schlucke ich und wiederhole abermals meine Frage: „ Und was siehst du?“

Im ersten Moment nimmt deine Anspannung wieder zu, wie ein Reflex. Entspannst dich aber bald wieder. Man sieht dir den Kampf an der sich hinter deiner Stirn abspielt, du drehst den Kopf und siehst in dein Spiegelbild. Deine Augen sind weit geöffnet, betrachten aufmerksam das „fremde“ Gesicht. Siehst nicht hindurch sondern siehst direkt in dich.

Ich stehe ruhig ganz nah hinter dir. Ich würde sonst was geben jetzt deine Gedanken lesen zu können. Fühlen zu können was du im Moment fühlst.

Du machst keine Anstalten mir deine Beobachtungen mitzuteilen. Vielleicht liegen sie dir auf der Zunge, vielleicht würdest du sie mir anvertrauen. Vielleicht findet ein Kampf in dir statt. Vielleicht willst du es auch einfach für dich behalten bis für dich der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Ich lausche deinem Atem der ruhig und kontrolliert geht.

Stehe direkt hinter dir kannst mich fühlen und streichle dir noch immer über die Unterarme.

Vielleicht wenn du den Mut gefunden hast, wenn du dich traust.

Vielleicht.

Wenn du dich fallen lassen willst, mein kleiner Engel flügellos, fange ich dich auf.

Wunden der Seele

 

Wunden die auf der Seele berennen kann man von außen nicht erkennen.

Sie schweigt, keiner will es wissen, Ihre Seele schreit, Ihr Mund bleibt still.

Sie versucht den Schmerz zu ignorieren, fast zu tolerieren.

Versucht sich voll und ganz aufs Leben zu konzentrieren.

Vergräbt den Schmerz in Ihr Herz, lernt damit zu leben, lernt damit umzugehen.

Die Wunden der Seele sie bluten leise weiter, doch Sie spielt Ihre Rolle fröhlich lächelnd und heiter weiter.

Ihr quälendes lächeln erkennt Sie selbst nicht mehr.

Im Laufe der Zeit, ist es dann soweit.

Sie ist müde und leer, hat keine Kraft die Wunden zu schließen, die offenen Wunden haben Sie geschafft.

Zu reden hat Sie längst verlernt, hat sich von sich selbst soweit schon entfernt.

Sie erträgt es nicht mehr, die Last des Lebens wird Ihr zu schwer.

Sie will sich von allem Schmerz befreien, dann macht es klick; die Ruhe kehrt ein.

Auf einmal kann Sie alles klar und deutlich sehen, Sie ist bereit, den letzten Schritt zu gehen.

Das Lächeln, dass Sie zuvor noch quälte, es kehr zurück, Sie siehst im Tod Ihr wahres Glück.

Es herrscht unendlicher Frieden in Ihrem Herzen; keine Qual; keine Wunden; kein Schmerz.

Misslingt es Ihr, kehrt Sie ins Leben zurück, werden die Wunden und Schmerzen noch größer sein.

Dann wird es Ihr klar, es alleine zu schaffen; schlicht und ergreifend undenkbar.

Die Angst nach Hilfe zu fragen, Angst es jemandem zu sagen, es zieht Sie in ihren Bann, sitzt Ihr im Nacken.

Sie verbirgt es sicherlich; hinter einem Lächeln in Ihrem Gesicht.

In den Augen kann man es sehen; ohne Hilfe wird Sie den Weg noch einmal gehen.

Darum sollten Wir achten auf jedes Gesicht; vielleicht braucht jemand Hilfe; vielleicht braucht Er oder Sie ja Dich!

meine Leser