Es hämmert in meinem Kopf, immer lauter im Takt der Regentropfen die an die Fensterscheibe klopfen.
Seit langem sitzt du wieder neben mir, ein vertrautes neues Gefühl.
Wir reden .....
Das Autoradio spielt die Lieder der CD das eine endet, und ein neues Stück beginnt genau in dem Augenblick in dem sich unsere Blicke treffen.
Ein Blick der die Haare zu berge stehen lässt.
Das hämmern wird immer stärker, der Regen prasselt fester gegen die Scheibe.
Mein Herz schlägt schneller.
Ich möchte den Regen auf deiner Haut klopfen hören.
Wir sehen uns wieder an. Ich seh es dir an, du fühlst das gleiche...
Der Tag vergeht in der Dämmerung. Dunkel, knisternd vor Spannung. Begleitet von der Musik aus dem Radio die nur schwach gegen meine Sinne ankommt. Und der Regen prasselt weiter gegen die Scheibe. Lichtreflexe täuschen meine Optik und ich sehe Regen über dein Gesicht laufen, über die Wölbung deiner Oberlippe, die sanft über den leicht geöffneten Spalt auf deine Unterlippe tropfen und über dein Kinn den Hals entlang in deinen Ausschnitt abperlen.
Wir sitzen noch immer schweigend in dem Auto und sehen uns an. Nicht eine Sekunde scheint zu vergehen. Nur die Lichter der entgegenkommenden Autos zeigen dass sich die Welt noch dreht. Du machst mich an. Deine Blicke gehen mir durch und durch. Gehen so tief, entblößt meine Seele.
Ich seh zum ersten Mal die Farbe deiner Augen leuchten. Ich werd wahnsinnig wenn nicht gleich etwas geschieht. Ich halt an deinem Blick fest. Hab nie bemerkt wie schön sie sind. Nie bemerkt wie schön du bist.
Die Musik wird lauter, schreit den Refrain, der Regen trommelt unaufhörlich an die Scheibe. Das grelle Licht der entgegenkommenden Scheinwerfer erhellt für einen Splitter Zeit das innere, lässt dich gespenstisch erscheinen. Die ganze Situation wirkt unheimlich. Zwei Menschen in einem Auto am Wegesrand, die sich ansehen.
Gib mir nur ein kleines Zeichen. lass es kein Hirngespinst sein. Und du küsst mich mit einer Leidenschaft die ich längst vergessen hatte, deren Existenz ich längst verdrängt hatte um mich nicht mit der Erinnerung nicht zu quälen.
Während die Welt nichts mitbekommt, der Regen unaufhörlich weiterprasselt die Musik weiter aus den Boxen singt, küsst du mich noch immer. Erforscht mit deiner Zunge meine Mundhöhle, leckst über meine Lippen und legst deine Hände an meinen Hals.
Ebenso leidenschaftlich wie erregt erwidere ich deinen Kuss, geb mich dir hin und versuche alle meine Gefühle und Empfindungen, deren Aussprache ich zu feige bin, in diesen Kuss zu legen. Halt dein Gesicht in den Händen will es nie wieder loslassen.
Stirn an Stirn sitzen wir uns gegenüber in dem Auto am Wegesrand. Wieder ein Lied zu ende. Knisternde Stille beherrscht die Szene und wir sehen uns wieder in die Augen. Wünsche dass dieser Moment ewig dauert, zehre von jedem Detail. Will dir nur nahe sein, mich dir zugänglich machen, dir Einlass gewähren.
Kannst du das zulassen?
Noch ehe der Gedanke zu Ende gedacht ist. ist der Augenblick vorbei, und wir sind wieder nur zwei Menschen in einem Auto am Wegesrand.....
Faszinierend deine Detailbeschreibung! Es zeigt einmal mehr: Schönheit lässt sich vor allem auch in den kleinen Dingen finden.
AntwortenLöschenErinnert mich auch etwas an den Film "Die Welt der Amelie".
Alejandro ich danke dir für deinen kommi,
AntwortenLöschenschönheit ist oft hinter kleinen dingen versteckt, wenn du sie sucht dann findet man sie auch; dennoch liegt schönheit immer im auge des betrachters.